Modellflug über der Allmend

Am Rande der Teninger Allmend haben die Modellflieger ihr Domizil mit eigener, fein gepflegter Gras-Piste. Von dort starten sie bei gutem Wetter ihre selbst gebauten Modell-Flugzeuge und die Fortgeschrittenen üben sich in rasanter Flug-Akrobatik.

Kleine, leichte und trotzdem leistungsfähige Digitalkameras ermöglichen ihnen spektakuläre Video-Filme: Die schöne Allmend-Landschaft oder auch die Faszination eines Flugmodells werden im Fluge aufgenommen und dem Zuschauer gezeigt.

Guckstu HIER:

hs videoproductions zeigt uns die Teninger Allmend von oben

oder
Guckstu HIER: (vimeo zeigt uns das Scale-Modell des Doppeldeckers Tiger Moth aufgenommen mittels ferngesteuerter Kamera aus einem Begleitflugzeug);

Und ebenso aufgenommen:
Guckstu HIER (vimeo zeigt uns den Hochleistungs-Motorsegler Last Down XL).

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Meine ersten Radios

Zuerst ein Detektor
Angefangen hat es in Ibbenbüren (Westfalen) kurz nach dem Krieg. Wir waren 14, der Nachbarsjunge Willy E. und ich, Ludwig N. In unserer Hütte im „Kleinen Garten“ an der Neumarktstraße konnten wir abends im Kopfhörer mit unserem selbstgebauten Detektor-Radio die zwei stärksten MW-Sender hören: Den NWDR (NordWestDeutscher Rundfunk) und BBC London. Mal hörten wir den einen Sender, dann den anderen lauter, manchmal beide gleichzeitig. Keine Trennschärfe, aber immerhin: So konnten wir ganz ohne Stromanschluss Radio hören.  Ein  technisches Wunder?! …

Dann das Einröhren-Audion
Der große Fortschritt: Ein Schulfreund meiner Mutter („Leewen Putkert“) schenkte uns alte, ausgemusterte Radio-Bauteile. Mit denen konnten wir uns einen kleinen, batteriebetriebenen Empfänger, ein Einröhren-Rückkopplungs-Audion bauen. Willy war für die Mechanik (den Spulenschwenker) und ich für das Elektrische zuständig. Natürlich mussten wir dazu einen 4V-Akku `organisieren´(angezapfte alte Autobatterie für die Heizung der Röhre RE 064) und etwa 60 Volt Anodenspannung (von „Putkert“ mehrere verbrauchte Anodenbatterien in Reihe). Damit war nun ein trennscharf abgestimmter Kopfhörer-Empfang auch schwächerer Sender möglich. Toll! …

Das HUTH-Radio
Mit 16 (etwa 1947) bekam ich mein erstes „richtiges“ Radiogerät mit Netzanschluss: Es war solch ein kleines HUTH-Radio, ein Zweiröhren-Einkreiser, geeignet für Lautsprecherempfang mit einem separat angestöpselten Lautsprecher.
Abmessungen nur ca. 25 x 18 x 16 cm / 3,2 kg.
Das Radio war damals schon fast 20 Jahre alt und natürlich defekt. …
Das zeitlose Design finde ich heute noch ansprechend – schön – einfach vorbidlich.
Hier das Gerätchen vom Hersteller SIGNALBAU-HUTH,  Typ E 82 W, Baujahr 1929: Mein kleines HUTH-Radi, Typ E82W Dieses kleine HUTH-Radio war zu seiner Zeit (1929/1930) billig, preiswert, praktisch und einfach: Das stabile Blechgehäuse enthielt nur das Notwendigste, sogar die Netzanschluss-Schnur und den Netzschalter hatte man eingespart: Zum Anschließen an eine 220 Volt-Steckdose benötigt man eine `Bügeleisen-Schnur´ mit einer `weiblichen´ Waffeleisen-Kupplung, möglichst mit Schalter. Die `weibliche´ Kupplung wird dann auf die (links im Gehäuse-Ausschnitt befindlichen) `männlichen´ Netzanschluss-Pins aufgesteckt. Nur noch den Lautsprecher anstöpseln (hinten) und die Antenne (vorn) und schon ist das kleine Radio spielbereit. …
Dies war das erste als „Volksempfänger“ beworbene Radiogerät und damit wurde es 1930 – trotz Weltwirtschaftskrise – ein Verkaufserfolg:

Der kleine HUTH Typ E82W wurde 1930 als "Volksempfänger" beworben.   ==> Der kleine HUTH Typ E82W wurde 1930 als „Volksempfänger“ beworben <==    ——————————————————————————————————–
[Später, 1933 hat die NS-Reichsregierung den Begriff für ihren `VE 301´ reklamiert und jede anderweitige Verwendung des Wortes „Volksempfänger“ unterbunden.]

… Das nächste Foto fand ich bei www.hessenbild.de. Die Szene aus dem Jahr 1930  zeigt einen stolzen Hausherrn mit seinem neu erworbenen HUTH-Radio Typ E82W (nebst separatem Lautsprecher und Familie):

HUTH-Radio Typ E82W
Freude über das neue Radio! (1930)

… Aber schon Mitte der 1930er Jahre ging eins von den vielen kleinen HUTH-Radios kaputt. Und weil es leider, leider auch schon technisch veraltet sei  😉  lohne die Reparatur nicht mehr, meinte mein späterer Lehrmeister. Und so nahm er es billig in Zahlung, als er seinem Kunden ein neues, natürlich moderneres und viel teuereres Radiogerät – nun schon mit eingebautem(!)  Lautsprecher – verkaufte. … Das kleine HUTH-Radio verstaubte dann über 10 Jahre lang in einer dunklen Ecke auf Schönleins Dachboden. Etwa 1947 bekam ich es – sozusagen als Lohn dafür, dass ich nach der Schule in Leewes „Werkstätten für Hochfrequenztechnik“  bei Radioreparaturen und beim Antennenbau mithalf. …
Ich reparierte es und stellte es in meinem Zimmer auf. Mein kleines HUTH-Radio leistete mir gute Dienste bis 1949.

Vom kleinen HUTH zum großen Kw.E.a („Anton„)
Etwa 1949 wurde mir ein sehr großer und sehr schwerer Wehrmachtsempfänger ganz billig angeboten: Ein Vorstufen-Superhet [Überlagerungs-Empfänger mit 2 HF-Vorstufen und mit 11(!) Röhren zum Empfang von Mittel- und Kurzwellen].
Der `Haken´ an der Sache: Das Gerät war nicht betriebsbereit weil mutwillig beschädigt: Zwecks `Entmilitarisierung´ hatten die Beauftragten der Alliierten (==> Siegermächte) einen  Kabelbaum heraus geschnitten! Den Kabelbaum konnte ich schließlich nachbauen, kein so großes Problem. Damit war ich jetzt stolzer Besitzer des (damals) leistungsfähigsten Empfängers überhaupt: Mein Kurzwellenempfänger `Anton´! GUCKST DU HIER: Kw.E.a   und  und hier.

Das kleine HUTH-Radio hatte nun ausgedient und es verschwand  😦   aus meinem Blickfeld. … Sechs Jahrzehnte später sah ich bei eBay das Angebot eines äußerlich gut 🙂 erhaltenen HUTH-Radios E82W. … Nostalgische Gefühle überkamen mich und ich schlug zu.  Meins! ==> GUCKST DU HIER.

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Ihre Vorfahren aus dem Oldenburgischen

Hallo liebe BAHLMANN-Nachfahren / liebe OL-  und OsFa- Listies,
hiermit möchte ich euch über den aktuellen Stand meiner Forschungen informieren
und um eure Hilfe bitten:

Spitzen-Ahn
in der Linie der Mutter meiner Frau ist:
==> Gerardus Theodor BAALMANN gnt. Ufforde,
* vor 1736 in Ammern / Crapendorf,
der am 13.01.1754 in Crapendorf
die Gesina Margareta KLOPPENBURG Ww. Ufforde ehelichte.
Seine und ihre Geburt konnte ich bisher nicht finden.

Für die „kleine“ Grafik dazu GUCKST DU HIER:
Vorf-von-Gerard-Henric-Joseph-BAALMANN-sive-Robken

Auf meiner großen PDF-Grafik findet ihr den gesamten, bisher ermittelten
Ahnenbaum BAHLMANN,      GUCKST DU HIER:
Vor-u-Nachfahren-von-Maria-Anna-Pauline-BAHLMANN

Hat´s geklappt?
Über eine entspr. Rückmeldung (Kommentar-Feld, ganz unten) freue ich mich.
Und wer dazu weiterführende Daten hat, oder auch zu den sonstigen xx?xx-Lücken
etwas weiß: Bitte melden!

Anmerkung: Die FamilySearch-Daten der Mormonen sind mir bekannt und ich
habe sie bereits ausgewertet.
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Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt,
der froh von ihren Taten, ihrer Größe,
den Leser unterhält und, still sich freuend,
ans Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht.
Goethe (Iphigenie 1,3)

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Seine Vorfahren aus dem Osnabrücker Land

Vorfahren BOSSE

Erstellt am 18. Juni 2011 von turbine3

Hallo
liebe Familienforscher / liebe OsFa- und TeFam- Listies, liebe BOSSE-Nachfahren,
hiermit möchte ich euch über den aktuellen Stand meiner Forschungen informieren
und um eure Hilfe bitten:

Spitzen-Ahn
in der Linie des Vaters meiner Frau ist:
==> Gerd Köster cd. BOSSE, *um 1694 in (?),
der vor 1728 in (?) die Lucia Engel WEHMEYER (nun Colona BOSSE) ehelichte.
Seine und ihre Geburt konnte ich bisher nicht finden.

Für die „kleine“ Grafik dazu GUCKST DU HIER:
Vorfahren-von-Johan-Herman-BOSSE

Auf meiner großen PDF-Grafik findet ihr den gesamten, bisher ermittelten
Ahnenbaum BOSSE,      GUCKST DU HIER:
Vor-und-Nachfahren-von-Wilhelm-Heinrich-BOSSE

Hat´s geklappt?
Über eine entspr. Rückmeldung (Kommentar-Feld, ganz unten) freue ich mich.
Und wer dazu weiterführende Daten hat, oder auch zu den sonstigen xx?xx-Lücken
etwas weiß: Bitte melden!

Anmerkung: Die FamilySearch-Daten der Mormonen sind mir bekannt und ich
habe sie bereits ausgewertet.
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Und noch ein wichtiger Hinweis für alle BOSSENachfahren:
Stammhof ist der Hof Bosse zu Westrup in der Bauerschaft Brickwedde,
Kirchspiel Ankum. Über den Nachbarhof  – Hof Rölkenberg –  gibt es
eine sehr interessante und ausführliche Hof-Chronik von W. Dobelmann,
in dem auch der Hof Bosse oftmals erwähnt und auch beschrieben wird.
GUCKST DU HIER.    (PDF, 94 Seiten.)

Hinweis: Ein PDF-Dokument mit dem Adobe-Reader durchsuchen geht so:
Mit Strg + F  öffnet man ein kleines Suchfeld (oben rechts),
dort den Suchbegriff eingeben. Die Eingabe  Bosse  ergibt hier 23 Treffer.
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„Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Hause zu sein.
Aber das Verdienst dafür gebührt allein den Vorfahren.“

Plutarch  (griechischer Historiker, um 46 – um 125)**********************************************************************

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Das war `unser´ 100 MW-Kraftwerk

Auf mein Mitwirken 1954 – 1955 als „Schlosser und Maschinenwärter“ bei Montage und Betrieb `unseres´ Ballastkohle-Kraftwerks in Ibbenbüren bin ich heute noch stolz!

Ballastkohle zum Klimaschutz

Man könnte dieses Dampfkraftwerk als einen Beitrag zum Klimaschutz werten, denn dadurch konnte die minderwertige Ballastkohle genutzt werden, die beim Zechenbetrieb mitgefördert bzw. ausgesondert wurde und reichlich anfiel. Man hätte sie sonst weiterhin nutzlos „auf Halde“ kippen  müssen. Nun wurde sie genutzt und damit erhöhte sich der Gesamt-Wirkungsgrad der Kohlenzeche Ibbenbüren!

  Übrigens: Ein ähnliches, aber nur etwa 1/2 so großes Ballastkohle-Kraftwerk wurde 1956 für die Schachtanlagen `Concordia´ in Oberhausen fertig gestellt und schon 1968 im Verlauf der Zechen-Schließung wieder stillgelegt. Aus dem damaligen Zechen-Kraftwerk wurde das heutige Kraftwerk Concordia der GMVA Oberhausen.

Ballastkohle meint Kohle mit einem hohen Anteil unbrennbarer Stoffe.
In Ibbenbüren betrug der  Ballast-Anteil bis 40 %: Mitgeförderte Gesteinsschichten (`Mittelgut´), Sichter-Stäube, Teichschlämme und die darin enthaltene Feuchtigkeit (Wasser). Minderwertige Kohle also, die unverkäuflich war. Um sie dennoch zur Kohlenstaubfeuerung in einem Kraftwerk verwerten zu können, waren spezielle Anlagen für die richtige Mischung und Aufbereitung erforderlich. Und die neuartigen
Ballastkohle-Kessel mit Schmelzkammerfeuerung (Kessel 2 – 4) machten eine kontinuierliche Verbrennung  des Gemisches überhaupt erst möglich. Die dabei andauernd anfallenden, großen Mengen feinkörniger Schlacke wurden verwertet, sie fanden dankbare Abnehmer beim Bau von Straßen und Flughäfen.

Maschinenhalle und Kesselhaus

Obwohl der Innenausbau der Maschinenhalle im damals (1954) gerade neu errichteten Ballastkohle-Kraftwerk der PREUSSAG in Ibbenbüren noch nicht fertig war,  waren die beiden “kleinen” MAN-Turbosätze Maschine 1 und Maschine 2 mit je 21 MW (MegaWatt elektrische Leistung) schon in Betrieb. Sie wurden vordringlich gebraucht, weil sie die direkt  benachbarte Steinkohlenzeche “Von-Oeynhausen-Schacht” der PREUSSAG mit Strom und mit Mitteldruck-Dampf versorgen mussten.

Den Frischdampf (Hochdruckdampf mit 520 Grad Celsius bei 80 bar) für die Turbinen der Maschinen 1 und 2 lieferten die `kleinen´ Kessel 2 und 3 im Kesselhaus des neuen Kraftwerks. Dort war der große Dampferzeuger Kessel 4 (Dampfleistung 200 t/h für die gr0ße, neue Turbine 3) auch schon fast fertig. Jetzt (1954) begannen die Montagearbeiten an dem großen Turbosatz  Maschine 3. Dafür benötigte die PREUSSAG nun mehrere Schlosser und Elektriker zusätzlich! 🙂

Die neue Maschine 3

  `Unsere´ Maschine 3 war ein Turbosatz der (damals) neuen Generation mit der (damals)  unerhört großen Nennleistung von 50 MW (= fünfzig tausend Kilowatt, max. 60 MVA).
Um diese Leistung zu erbringen, wurde der  Turbogenerator erstmals für die Kühlung mit Wasserstoff-Gas (H2) ausgelegt.
Und so wurde die Maschine im AEG-Prospekt dargestellt:

 

AEG Turbosatz 50 MW

AEG Turbosatz 50 MW

Die Kondensationsturbine und der angekuppelte Turbogenerator waren AEG-Maschinen, gebaut in der AEG-Turbinenfabrik in Berlin.  Dies war kurzzeitig die größte und leistungsfähigste Maschine Deutschlands und wir durften sie aufstellen und in Betrieb nehmen [Als wir hörten, dass bei der AEG in Berlin schon ein Turbosatz mit doppelter Leistung fast fertig war, erschien uns das unvorstellbar: RWE hatte bei der AEG eine
100 MW-Maschine bestellt. Sie ging 1955 im Kraftwerk Weisweiler I (Block A) ans Netz.]

Die Montage  

Der Transport der schweren und sperrigen Teile für `unsere´ Maschine erfolgte per Lastkahn auf dem Wasserweg von Berlin nach Ibbenbüren: Von Berlin (dem der Turbinenfabrik nahe gelegenen Westhafen) ging´s über die Havel und durch die DDR
zum Mittelland-Kanal und über den Dortmund-Ems-Kanal schließlich zum Kanalhafen Ibbenbüren. Von dort ging es per Tieflader bis ins Erdgeschoss der Maschinenhalle unseres neuen Kraftwerks.

2 x 3 Mann Montagepersonal der AEG, verstärkt durch 2 x 3 Facharbeiter von der PREUSSAG waren zweischichtig für die Endmontage der Turbine 3 und des angekuppelten Generators in der Maschinenhalle tätig. Es arbeiteten hier also in jeder Schicht auch 3 Mann von uns (von der PREUSSAG) für die AEG.

Monteure an Turbine 3
Monteure an Turbine 3

  Ich war einer davon, und das kam so:
Als ich nach der Lehrzeit im erlernten Elektronik-Beruf keine Stelle fand, erfuhr ich, dass die PREUSSAG für das neue Kraftwerk weitere Leute einstellt. Es hatte sich nämlich ergeben, dass der Betriebsleiter des neuen Kraftwerks, Herr M. unser direkter Nachbar in der Bahnhofstraße war. Und  †Willy E.†  – der gleichaltrige Spielgefährte und Kumpel aus eben diesem Nachbarhaus –  arbeitete schon seit einem Jahr im neuen Kraftwerk.
Übrigens: Willys Vater Wilhelm E. war Schlosser im alten NIKE-Kraftwerk am Bahnhof Ibbenbüren. Und dass man in einem Kraftwerk mit der dort verfeuerten Kohle Dampf und daraus dann elektrischen Strom macht,
das wussten wir deshalb schon als Kinder!

Dampfturbinen sind Präzisionsmaschinen

  Zuerst mussten wir alle die sichere und präzise Bedienung des ganz oben in der Maschinenhalle auf Schienen fahrenden Brückenkrans und die dazu erforderliche Zeichensprache erlernen. Am Kranhaken wurden die großen, bis zu 100 t schweren Teile und die vielen leichteren Teile durch die große Luke ins Obergeschoss der Maschinenhalle gehievt und dort auf Paletten bzw. auf Holzbalken abgelegt. Im Verlauf der Montagearbeiten musste der jeweilige Kranführer (ganz oben in der mitfahrenden Gondel) die vielen Bauteile zum Einpassen an der Baustelle oftmals und präzise hin und her versetzen. Nur die AEG-Monteure wussten (mit Hilfe ihrer Zeichnungen), welche Teile in welcher Reihenfolge zu Baugruppen wurden und wohin sie dann gehörten.  Wir  gingen ihnen dabei zur Hand, bis schließlich jede einzelne Baugruppe  – nach Ausführung der noch nötigen Feinanpassungen –  millimetergenau an Ort und Stelle gesetzt und endgültig festgeschraubt werden konnte.

  Wie komplex solche Arbeiten sind, erkennt man an diesem Foto. Es zeigt, wie in der Montagehalle bei der probeweisen Montage eines großen Turbosatzes das Gehäuse-Oberteil des Niederdruckteils erstmals aufgesetzt wird. Das Foto entstand 1935 in der AEG-Turbinenfabrik. Die „Riesen-Dampfturbine“ (35 MW) ging dann in den Export nach Japan.

Maschine 3 ist fertig!

  Nach mehreren Monaten Bauzeit war nun auch `unsere´ große, neue Maschine 3 fertig montiert. Wir erlebten jetzt die spannenden Tage der vorsichtigen Inbetriebnahme bis zum ersten Volllast-Lauf. Es folgten die Abnahme-Prüfungen. Anschließend wurden wir zu Maschinisten ernannt und  nun für unsere neue Maschine im Drei-Schicht-Betrieb eingesetzt.

Dazu wurden je Schicht zwei Maschinisten eingeteilt:
Einer war (im Obergeschoss der Maschinenhalle) für die Turbine zuständig,
der andere Maschinist (unten) für
die Kondensation:
Der riesengroße wassergekühlte Kondensator mit den zugehörigen Pumpen (Kondensatpumpen, Kühlwasserpumpen, Vacuumpumpen) und ein Gewirr aus Leitungs-Rohren (Dampf, Kondensat, Kühlwasser) und die zugehörigen Armaturen
beherrschten den Raum direkt unter der Turbine im Erdgeschoss der Maschinenhalle.

Betriebserfahrungen

Beim Anfahren und beim Herunterfahren einer Dampfturbine (und nur dann!) hatten die Maschinisten alle Hände voll zu tun: Es mussten viele kleine und große Handräder von Schiebern und Ventilen an den Dampf- und Wasser-Rohren von Hand auf- und zugedreht werden, und zwar
èdie richtigen Handräder in der richtigen Reihenfolge zum richtigen Zeitpunkt!ç
Und außerdem mussten wir viele Messgeräte ablesen, diverse Pumpen ein- und ausschalten und alle diese Tätigkeiten auch protokollieren.

Vor seiner Abreise hatte der Obermonteur der AEG uns nochmals eindringlich darauf hingewiesen, dass jede Nicht- oder Falsch-Betätigung fatale Folgen haben konnte:
==> !Gefahr! <==  bestand dann nicht nur für das Maschinen-Personal!
Aber solche Belehrungen erhielten natürlich alle neuen Maschinisten in allen Kraftwerken auf der Welt.
Die Unfälle in Harrisburg (Three Mile Island) und  die Tschernobyl-Katastrophe geschahen trotzdem …

  Heute, in den modernen Kraftwerken wird fast alles von Computern ferngesteuert
und jeder weiß es:       ==>   😉 Computer können sich nicht irren! 😉    <==
Heute betätigen Servomotoren die Armaturen
und die Handräder müssen nur noch im Notfall
– bei Stromausfall – 
von Hand betätigt  werden,
und in der Maschinenhalle wacht leider kein Maschinist mehr über `seine´ Maschine.

  Wir, die Maschinisten (Facharbeiter) verdienten damals bei der PREUSSAG wirklich gutes Geld: Der Grundlohn betrug stolze 2 DM pro Stunde. Und mit den Zulagen (Schicht-Zulage,  Nacht-Zuschlag und Sonntags-Zuschlag) kamen wir auf einen Monatsverdienst von etwa  500 bis 600 DM brutto. Dazu erhielten wir jährlich 60 Ztr. Hausbrand-Kohlen 🙂 und monatlich 1 Schachtel Pulia.
Nur die Bergleute unter Tage  hatten damals einen höheren Lohn!
Und ein kleines Glas Bier kostete auch “nur” 0,50 DM.

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  Aber: Wenn alle drei Turbosätze in der Maschinenhalle liefen, dann war es dort fast unerträglich laut und heiß. Auch deshalb, und weil mir das eintönige Leben als Maschinist im Drei-Schicht-Betrieb (mit den vielen Sonn- und Feiertags-Schichten) auf Dauer nicht behagte, suchte ich mir dann bald einen anderen Job im erlernten Elektronik-Fach.
Doch dafür musste ich nach Süddeutschland `auswandern´.
Mein Kumpel Willy E.() hingegen machte eine Zusatz-Ausbildung zum Kraftwerks-meister und arbeitete dann bis zu seiner Rente im Kraftwerk Ibbenbüren.

Um zu sehen, wie wir damals Strom aus Ballastkohle machten GUCKST DU HIER:
„unser“ Kraftwerk. (Dort auf das erste Bild klicken und dann
weiter mit dem Pfeil >  rechts neben dem Bild.)

Und GUCKST DU HIER: http://www.youtube.com/watch?v=y3UAsLD8DOc
Am Anfang des Videos (nach ca. 30 Sekunden) sieht man den hier (ganz oben) genannten Turbosatz Maschine 1:  Zuerst – rechts – der Generator, dann – links – die Turbine als teilweise geöffnetes Ausstellungsobjekt im Bergbaumuseum Ibbenbüren.

Und GUCKST DU HIER:“100 Jahre Strom aus Ibbenbürener Kohle„,
ein hochinteressanter Aufsatz von Karl-Heinz Mönninghoff, mit vielen Fotos.


Ich danke Herrn Klaus Abel vom  Bergbaumuseum Ibbenbüren
für das freundliche zur Verfügung stellen der historischen Fotos. ************************************************************************************

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Segelflug

Das motorlose Fliegen ist ein sehr alter Menschheitstraum, siehe Daidalos und Ikaros (die alten Griechen) und deren spätere Nachahmer von C. F. Meerwein in Emmendingen bis zum berühmten Schneider von Ulm.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es schließlich der deutsche Flug-Pionier Otto Lilienthal, der den Gleitflug der Vögel systematisch erforschte.

Lilienthal schrieb (1889) ein grundlegendes Buch über Aerodynamik mit dem Titel: „Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“ und veröffentlichte darin seine Ergebnisse. Er entwarf und baute auf dieser Grundlage die ersten manntragenden(!) Flug-Apparate. Und er unternahm damit – als erster Mensch – viele erfolgreiche Gleitflüge.

Seine Veröffentlichungen dienten dann auch den Gebr. Wright (USA) als Basis für deren Erfindung des Motorfluges.

Als den Deutschen nach dem 1. Weltkrieg von den Siegermächten der Motorflug verboten wurde, erinnerten sie sich an Lilienthal und an seine Gleitflug-Apparate. In den 1920er und 1930er Jahren waren es flugbegeisterte Studenten, die mit verbessertem Material und mit zunehmendem Können immer bessere Gleitflugzeuge entwarfen. Bis zum Ende der 1930er Jahre erlangte Deutschland damit die Weltspitze im Bau von Hochleistungs-Segelflugzeugen und es hält diesen Rang bis heute.

In der damaligen „Flieger-HJ“ (HitlerJugend) wurden entsprechend begabte Jungen kostenlos zu Segelfliegern ausgebildet. Dies geschah wohl in der Absicht, damit einen Grundstock von Militär-Piloten-Anwärtern zu schaffen und diente natürlich der Kriegsvorbereitung.

Egal, das Fliegen wollte ich  unbedingt auch erlernen. Aber ich war leider noch zu jung! Denn dazu musste man mindestens 14 Jahre alt sein, was ich jedoch bis zum Kriegsende (1945) nicht ganz schaffte.

Der Hornberg-Cirrus

„Mein“ Hornberg-Cirrus (Foto: Lossen-Foto-KG Heidelberg)

Leider war die Ausbildung nach dem Krieg nicht mehr kostenlos und es mangelte mir dann auch an der dafür nötigen Freizeit. Und so kam es, dass ich erst im „reiferen“ Alter das Segelfliegen erlernen konnte, das „Fliegen mit Sonnenenergie“!
Wie das geht?

GUCKST DU HIER:  <„https://skydrive.live.com/embedphoto.aspx/Segelflieger%20fliegen%20mit%20Sonnenenergie!/Fotolia_13907108_S.jpg?cid=1e935e6bdcd6c737&sc=photos„>
(Dort auf das erste Bild klicken und dann weiter mit dem Pfeil rechts neben dem Bild.)

Traurig: Zum Jahresende 2010 hat der BWLV (Baden-Württembergische Luftfahrt-Verband) seine weltweit bekannte und berühmte Segelflugschule Hornberg geschlossen.  R.I.P.
GUCKST DU HIER.
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Panorama

Der Kaiserstuhl im Winter

Der Kaiserstuhl im Winter

Von unserer Dachterrasse haben wir freie Sicht nach Westen und einen großartigen Blick auf den Kaiserstuhl mit den vorgelagerten Feldern. Links (oben) sieht man – im Dunst – den „Totenkopf“-Gipfel (557 m) mit dem großen Fernmeldeturm.

GUCKST DU HIER.
(Dort auf das erste Bild klicken und weiter mit dem Pfeil, rechts neben dem Bild.)

Rechts vom Fernmeldeturm sieht man den Vogelsang-Pass (383 m).

Am fernen West-Horizont (hinter dem Kaiserstuhl) kann man bei klarem Wetter die Vogesen sehen, deren höchster Gipfel fast dreimal höher als der Kaiserstuhl ist.

Auch die Hoh-Koenigsburg  (auf einem kleinen Berg bei Sélestat – Schlettstadt) konnten wir bis 2009 mit dem Fernglas sehen, aber dann ist uns ein schnell wachsender Baum dazwischen gekommen.

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